2011 - Ungewöhnlich von Anfang bis Ende und überdurchschnittlich in jeder Hinsicht

Witterung:

Das ganze Jahr 2011 war von ungewöhnlichen Witterungsverhältnissen geprägt. Besonders auffallend im Vegetationsverlauf der Reben waren die hohen Temperaturen im April, (die die Reben in unserem Gebiet 3 Wochen eher als durchschnittlich zum Austrieb führten), Hagel auf der Stettener Gemarkung Ende April, Frost im Mai (von welchen unsere Weinberge verschont blieben, aber im württembergischen Unterland und Hohenlohischen zu Ernteeinbußen von bis zu 80 % geführt haben), ein verregneter Sommer (mit gemäßigten Temperaturen, die dem vegetativen Rebwachstum gefielen) und eine über die Lesezeit bis Ende November anhaltende Schönwetterperiode (die alle Rebsorten unserer großen Palette - vom Sauvignon blanc bis zum Syrah - ideal zur Ausreifung brachten).

Jungweine:

Alle Jungweine präsentieren sich mit einer erstaunlichen Aromenvielfalt. Jede Rebsorte konnte bei "Vollreife" geerntet werden, sodass sich die ganze rebsortetypische Aromenpalette entwickelt hat. Besonders auffallend sind aber zwei Weine: Ein Sauvignon blanc auf der einen Seite des Sortiments, welcher in der zweiten! Septemberwoche und damit mit als früheste Sorte gelesen wurde. Auf der anderen Seite unsere Cabernet Weine, die nach vierwöchiger Maischegärung, eine unheimliche Komplexität aufweisen.

Mostgewichte und Erntemenge:

Die Mostgewichte lagen alle höher als in den vergangen Jahren. Besonders auffallend waren die Anstiege der Mostgewichte zwischen unserer Riesling Vorlese und Hauptlese mit 15 °Oechsle. Außerdem gab es kaum Rotweine mit unter 100 °! Am 17. November haben wir in Stetten und in Korb-Steinreinach noch eine Riesling Auslese mit 108°Oechsle gelesen. Das besondere an diesem Jahrgang waren neben den überdurchschnittlichen Mostgewichten auch überdurchschnittliche Erntemengen und somit war der 2011-er ein richtig guter Herbst!

Außergewöhnliche und überdurchschnittliche Fakten 2011:

  • nur 11 statt 32 Schneetage
  • Januar bis April wärmer als sonst (3. April +25°C!)
  • Februar bis Mai zu trocken, v.a. im April nur 20,1 L statt durchschnittlich 53,6 L
  • Jahresdurchschnitts-Temperatur: 11,2 °C
  • 2062 Sonnenstunden (+ 370 h als durchschnittlich)
  • Jahresniederschlag: 601,6 L (- 61,9 L als durchschnittlich)
  • Gesamt 60 Sommertage ' seit 1792 das 3. wärmste Jahr überhaupt!!!


Cabernet Franc Lese am 2. November 2011

Die letzten Jahre in Stichworten

2010 - Schwieriges Jahr und kleine Ernte

Weißweine:

  • Späte Blüte führte zu verrieselten Trauben
  • Frisches, klares Sortenbukett
  • Erhöhte Säurewerte

Rotweine:

  • Später Vegetationsbeginn und späte Lese
  • Vollreife wurde oft nicht erreicht
  • leichte Alkohol- undTanninstruktur

2009 - Spitzen-Jahrgang nach ungewöhnlich abwechslungsreichem Jahr

Weißweine:

  • Gut wasserversorgte Weinberge
  • Klares Aromaprofil
  • Beste Voraussetzungen zur Reifung und Empfehlung zur Lagerung

Rotweine:

  • Bei jeder Sorte wurde die optimale physiologische Reife erreicht
  • Volle Aromatik und kräftige Tanninstruktur
  • Hohes Reifungspotential

2008 - Ein zweiter Traumjahrgang in Folge

Weißweine:

  • Hohe Tag-Nacht-Amplitude der Temparatur im Oktober
  • Besonders sortentypische Aromatik
  • Hohes Lagerpotenzial durch langes Feinhefelager und zunehmendes Aromenspektrum

Rotweine:

  • Reine, reife Früchte in der Nase
  • Weiche, zarte Gerbstoffstruktur
  • Gelungener Gesamteindruck und schöne Balance

2007 - ein großer Jahrgang!

Weißweine:

  • Wachstum der Reben sehr früh im April
  • Vegetationsvorsprung von fast drei Wochen im August
  • Einmalige Aromatik - sehr langlebig

Rotweine:

  • Bereits im August einsetzende Reife
  • Lese von konzentrierten Früchten
  • Farbintensiv, sehr fruchtig und dicht mit großem Potential

2006 - Ein außergewöhnlicher Herbst mit Temperaturrekorden bescherte uns 2006 unerwartet hohe Qualitäten.

Weißweine:

  • Frische, sortentypische Fruchtaromen
  • Harmonisch eingebundene Säure
  • Besonders fein fruchtige und mineralische Rieslinge

Rotweine:

  • Stoffig und gehaltvoll
  • Angenehm niedrige Säurewerte
  • Durch Holzfass- und Barriqueausbau kräftige Rotweine mit eingebundener Holznote und dezenten Beerenaromen

2005 - Ein Wunschjahrgang für Winzer.

Weißweine:

  • frische, saftige Frucht durch frühere Lese als gewöhnlich
  • insbesonders bekömmliche Säure
  • Alkoholgehalte moderat - sehr schöne, leichte Sommerweine

Rotweine:

  • dicht und aromatisch durch Schönwetterperiode im Oktober
  • hohe Farbstoffwerte, genügend Gerbstoffe, gut balanciert
  • Fruchtentwicklung abwarten

2004 - durchschnittlich guter Jahrgang.

  • Die Weine vom Jahrgang 2004 sind frisch, fruchtig und leichter als vom Vorgängerjahr 2003
  • Typischer Weißweinjahrgang mit fruchtigen Aromen
  • guter Balance von Frucht/ Säure/ Alkohol
  • frühe Trinkreife
  • Rotweine fruchtbetont, dezenter Gerbstoff, moderater Alkoholgehalt

2003 - durch die heißen Witterungsverhältnisse ein außergewöhnlicher Spitzenjahrgang

  • kräftige stoffige Weine
  • außergewöhnlich hohe Zuckergehalte durch trockenen und warmen Sommer
  • geringe Säure bei Weißweinen
  • hohe Farbdichte und kräftige Gerbstoffe bei Rotweinen mit hohen Alkoholwerten

Weinliste

Weingut H. Bader · 71394 Kernen-Stetten · Telefon (0 71 51) 4 28 28 · E-Mail: info@weingut-bader.de